AKTIEN NEWSROOM - IBM: Big Blue, Big Change


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IBM: Aussichtsreiche Transformation

Vor wenigen Wochen, genau gesagt am 11. Juni, feierte die International Business Machines Corporation, besser bekannt unter dem Akronym IBM, ihr 110-jähriges Jubiläum. Gestartet ist der IT-Dinosaurier mit der Erfindung des Lochkartensystems welche knapp vier Jahrzehnte später im Jahr 1948 in dem ersten modernen und kommerziell erfolgreichen Computer „IBM 604“ mündete. Im Laufe der Jahrzehnte passte sich die Strategie des US-Konzerns den Marktentwicklungen immer wieder an – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Zuletzt traf eher Zweitgenanntes zu. Zwischen 2012 und 2020 schrumpfte der Umsatz von über 100 Milliarden auf rund 73 Milliarden Dollar kontinuierlich zusammen. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf den Börsenwert. Während sich die Marktkapitalisierung der US-Tech-Giganten IBM, Apple und Alphabet Anfang 2010 alle im Bereich von 200 Milliarden Dollar bewegten, bringt „Big Blue“ heute nur noch 130 Milliarden Dollar auf die Waage. Apple und Alphabet sind dagegen mittlerweile im elitären Billion-Dollar-Club angekommen.

Neues Gesicht und...

Abschreiben sollte man IBM aber trotzdem nicht. Im April 2020, also inmitten der Corona-Krise, trat der neue CEO Arvind Krishna in Armonk nördlich von New York an, um den angestaubten IT-Riesen wieder neuen Glanz zu verleihen. Der gebürtige Inder setzt dabei vornehmlich auf Mega-Trends wie Cloud-Computing und Künstliche Intelligenz. So hat das Unternehmen mit „Watson Analytics“ bereits ein leistungsfähiges algorithmisches Prognosetool als Software-as-a-Service im Angebot.

...frische (Blockchain-) Strategie

Aber auch Technologien wie die Blockchain und Quanten-Computing sollen in Zukunft wieder eine Rolle bei IBM spielen. Dabei kümmert sich das Unternehmen auch um Cyber-Crime und bietet ein umfassendes Sicherheitsangebot an. Abwehrmechanismen mit KI gehören ebenso dazu wie eine ausgeklügelte Blockchain-Plattform, welche für die heutige Multi-Cloud-Welt geschaffen wurde. So können mit der von IBM entwickelten Blockchain-Technologie auf LinuxONE für Server alle Anwendungs-, Datenbank- und Cloud-Service-Daten sicher verschlüsselt werden. Die „IBM Blockchain Platform“ ist zugleich Teil der „IBM Cloud“ und folglich lassen sich Blockchain-Anwendungen auch in hybriden Cloud-Umgebungen betreiben. Zusätzliche Security-Tools wie zum Beispiel „Qradar“ sorgen dafür, dass die Sicherheitsüberwachung wie die Identitätsverwaltung oder Authentifizierung des Blockchain-Netzwerkes zentral erfolgt.

Bis dato hat IBM an mehr als 500 Blockchain-Projekten gearbeitet und die Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation unterstützt. Aber auch der IT-Riese selbst hat die Weichen auf Umwandlung gestellt. Bis Ende 2021 möchte sich IBM in zwei Unternehmen aufteilen und dabei sein IT-Infrastruktur-Geschäft an die Börse bringen. Die neue Company wird unter „Kyndryl“ firmieren und geht mit rund 4600 Kunden und Aufträgen im Volumen von 60 Milliarden Dollar an den Start. Die Abspaltung soll für die bisherigen IBM-Aktionäre als steuerfreier Spin-Off verwirklicht werden.

Operative Erfolge

Die kleinere und dann hoffentlich auch wendigere neue IBM könnte schon bald wieder auf ein dynamischeres Wachstum zusteuern. Hoffnung machen diesbezüglich auch die jüngsten Quartalszahlen. Aufgrund eines starken Cloud-Geschäfts konnte der Konzern im zweiten Quartal seinen Umsatz um drei Prozent auf 18,75 Milliarden Dollar erhöhen, Analysten hatten lediglich einen Anstieg auf knapp 18,3 Milliarden Dollar erwartet. Die Erlöse in der Daten-Wolke legten um 13 Prozent und zeigen damit eindrucksvoll das Potenzial der aufgefrischten IBM auf. Auch Börsianer scheinen mittlerweile wieder etwas Hoffnung zu schöpfen, seit Silvester legte der Kurs um 13 Prozent zu.

(c) Adobe Stock

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Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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