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Square Inc.


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Square Inc. setzt bei den meisten Transaktionen noch gar nicht auf die Blockchain. Dabei könnte der Zahlungsabwickler aus den USA wahrscheinlich schon viele Prozesse und Transaktionen mit Einsatz der Technologie optimieren. Aber darum geht es dem Fintech im Moment gar nicht. Sie wollen Geld verdienen, und das tun sie unter anderem sehr gut mit dem Bitcoin.

Als Zahlungsabwickler stellt Square unter anderem Geräte und Services für Firmen zur Verfügung, mit denen Bezahlvorgänge mit Kredit- oder Debitkarte oder eben mit dem Smartphone vorgenommen werden können. Alleine dieser Bereich hat während der Corona-Krise schon gut performt, angetrieben natürlich durch den verstärkten E-Commerce-Umsatz.

Square bietet Endkunden aber auch ein Konto an. Ähnlich wie bei Paypal können Kunden mit diesem Konto Käufe bezahlen, oder sich untereinander Geld überweisen. Zu dem Konto gibt’s eine Karte, aber vor allem eine App fürs Smartphone. Die „Cash App“. Und in dieser App können Kunden seit 2018 auch Bitcoins kaufen. Und dieses Angebot wird von den Kunden gerade mehr als ordentlich wahrgenommen.  

Für 875 Millionen USD haben die Cash-App-Nutzer im zweiten Quartal Bitcoins gekauft. Das sind 600% mehr als im gleichen Quartal 2019 und führte dieses Jahr zu einem Vorsteuergewinn von üppigen 17 Millionen. Nur durch Bitcoin-Verkauf. Und nur im zweiten Quartal. Und bei wirklich Kundenfreundlichen Gebühren und Transaktionskosten.

Ein Teil dieser Transaktionen ist sicherlich auf den rasanten Anstieg des Bitcoins zurück zu führen. Zur Erinnerung: Mitte März war der Bitcoin noch bei 5.000 US-Dollar, jetzt sind wir bei knapp 12.000 USD. Das ändert aber nichts an den absoluten Zahlen und Fakten:
Ein Fintech aus dem Bereich Zahlungsabwicklung (das im Moment nur in den USA und Canada operativ tätig ist) gibt über die hauseigene App ausschließlich seinen eigenen Kunden die Möglichkeit Bitcoins zu kaufen, und die nehmen dieses Angebot im ersten Halbjahr für mehr als eine Milliarde Dollar war.

Sogar den Managern bei Square selbst scheint die Sache ein wenig ungeheuerlich. Sie wollen den Bitcoin-Gewinn außerhalb der regulären Bilanz verbuchen, da er die sonst grund-soliden Zahlen des Unternehmens zu volatil machen würde. Dabei müsste das Management eigentlich schon genau gewusst haben was da auf sie zu kommt. Gründer und CEO von Square ist Jack Dorsey, nebenberuflich auch noch Mitgründer und CEO von Twitter. Und eben jener Jack Dorsey nannte schon 2017 die Blockchain „the next big thing to unlock“ und wurde nach eigenen Angaben schon damals oft nach Investitionsmöglichkeiten in den Bitcoin gefragt. Das sind offenbar Zeichen die der CEO gut zu deuten wusste.

(c) Square Inc.

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Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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