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flatexDEGIRO


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Frank Niehage, CEO bei flatexDEGIRO, wurde seinerzeit in der Presse unter anderem als „Deutschlands ehrlichster Banker“ bezeichnet. Das war 2017, als flatex als erste Deutsche Bank einen Negativzins in Höhe von 0,4 % ab dem ersten Euro verlangte. Begründet wurde der Schritt mit dem Negativzins der EZB für Einlagen. Dieser Linie treu bleibend wurde der Negativzins für flatex-Kunden dann auch im Oktober 2019 auf 0,5 % erhöht. Natürlich gab es auch, insbesondere von (selbsternannten) Verbraucherschützern und deren Kommunikationsorganen, viel Kritik. Und eine nicht eben kleine Anzahl an Kunden schloss daraufhin auch ihr Konto bei dem Discountbroker. 

Doch rückwirkend betrachtet hatte der Mann recht. Viele andere Banken sind bei der Zinsthematik gefolgt und flatex hat heute mehr Kunden denn je. Noch viel mehr kamen jetzt im November dazu, als man den größten niederländischen Onlinebroker DeGiro final übernommen hat. Insgesamt ist flatexDEGIRO heute einer der führenden europäischen Onlinebroker mit über 1 Million Kunden in 18 Ländern. Für seine Kunden wickelt der Broker jährlich über 60 Millionen Transaktionen mit mehr als 200 Milliarden Euro Transaktionsvolumen ab.

Trends erkennen und sich dann schnell anpassen – das scheint eine der Hauptqualitäten von den Machern bei flatexDEGIRO zu sein. Das war nicht nur beim Negativzins so, sondern auch beim Thema Bitcoin. Im Jahr 2017, als der Kurs des Coins durch die Decke ging, aber es keinen geeigneten Rechtsrahmen für die Bank gab, ihren Kunden den direkten Handel mit der Kryptowährung zu ermöglichen, taten sich die Broker mit dem Zertifikatehandel der Bank Vontobel zusammen und kreierten das erste zugelassene Zertifikat auf den Bitcoin – mit einer Partizipation von eins zu eins auf den BITCOIN/USD-Kurs. flatex-Kunden waren somit die ersten Kunden in Deutschland, die ganz normal aus ihrem Bank-/Brokerkonto heraus in Bitcoins investieren konnten. 

Dass der Bitcoin dann erst mal wieder deutlich nachgegeben hat, ist für die Kunden natürlich traurig, aber in der Zwischenzeit haben wir ja schon wieder alte Hochs gesehen. Und heute hält die Bank Vontobel in Zusammenarbeit mit flatexDEGIRO eine ganze Reihe von verbrieften Derivaten vor, darunter auch solche, mit denen der Kunde auf fallende Bitcoinkurse spekulieren kann.

Und als flatex 2015 ihren IT-Provider XCOM samt angeschlossener BIW Bank übernommen hat, wurde eine Gesellschaft erworben, die Realtime-Überweisungen darstellen konnte, lange bevor es „Sofortüberweisungen“ gab. 

Der Onlinebroker ist also immer vorne mit dabei, und das wirkt sich auf den Kurs aus. Vor einem Jahr war die Aktie noch bei 23 Euro, heute sind wir bei rund 55 Euro und die Aussichten sind, auch und insbesondere vor dem Hintergrund der vollzogenen Übernahme von DEGIRO, bestens.

Der ART Transformer Equities hält 1,91 % in flatexDEGIRO.

(c) Adobe Stock

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Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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