AKTIEN NEWSROOM - Toyota Motors


Toyota


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Toyota klingt erst mal nicht nach Blockchain und ist vielleicht genau deshalb ein sehr schönes Beispiel, um zu zeigen, wie tief die Technologie schon in der alten Economy verwurzelt ist. Ein Showcase.

Toyota Blockchain Lab, eine Firma, die zu 50 % der Toyota Motor Corporation und zu 50 % der Toyota Financial Services Corporation gehört, hat im März dieses Jahres einen neuen Schub bekommen. Bis dahin hat die 2019 gegründete Toyota Blockchain Lab hauptsächlich geforscht und hausintern untersucht, in welchen Projekten die Blockchain-Technologie Sinn macht und effizienzsteigernd eingesetzt werden kann. Die Untersuchungen scheinen großes Potenzial aufgezeigt zu haben, denn die Verantwortlichen aus den sechs gruppeninternen Firmen, die bei dem Feldprojekt mitgemacht haben, haben dem Ganzen grünes Licht gegeben, auch für Kooperationen mit externen Unternehmen.

Fokussiert werden vier Bereiche, bei denen Toyota Blockchain Lab erhebliche Potenziale sieht:

  • Identität (Kundendaten, dazugehörige Vertragsunterlagen, Präferenzen etc.

  • Fahrzeugdaten (Synchronisation und Bewirtschaftung aller Daten von einem Fahrzeug über den kompletten Nutzungszeitraum des Fahrzeugs) 

  • Lieferketten (Verifizierung von Herstellungsprozessen, Nachweis über Qualitätskontrolle, Nachverfolgung beim Versand u. Ä.)

  • Werte-Digitalisierung (Rechte an Fahrzeugen, Wertpapiere etc.)

In Promotion-Videos spricht Toyota Blockchain Lab jetzt schon von einer Dimension, die die Blockchain erreichen wird, die mit der Einführung des Internets vergleichbar ist. Große Worte, aber es geht den Japanern auch um nichts Geringeres, als darum, sich selbst neu zu erfinden. Sie wollen in Zukunft kein Autohersteller mehr sein, sondern Mobilitätsanbieter. Das fängt bei Carsharing an, geht über Fahrzeuge, die ihre Parktickets selbst bezahlen, und technische Rückrufe, die direkt ans Auto geschickt werden können, bis hin zur Schadensabwicklung mit der Versicherung nach einem Unfall. Für alle diese Anwendungen braucht Toyota eine technische Basis, auf der Informationen mit Dritten sicher und schnell ausgetauscht werden können. Die Blockchain bietet sich dafür sehr offensichtlich an und genau deshalb hat man sich bei Toyota auch dafür entschieden. Bis das alles beim Kunden (in Europa) ankommt, wird sicherlich noch eine Zeit vergehen, aber wir können schon jetzt erkennen, dass der zweitgrößte Autobauer der Welt in erheblichem Umfang auf die Blockchain setzt, um sich für die Zukunft zu wappnen.

Toyota ist eine der Aktien, die wir von Anfang an im Portfolio haben. Derzeit macht die Aktie 0,84 % des Fondsvermögens aus. Im Vergleich zum größten deutschen Autohersteller Volkswagen stellt Toyota ein deutlich ruhigeres und besseres Investment dar.

(c) Adobe Stock

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Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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MEINUNG A.D.