BLOCKCHAIN NEWSROOM - Blockchain Bezahlung


IN EURO ZAHLEN OHNE BANKENSYSTEM


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Spaniens größte Bank, die Santander, hat kürzlich bekannt gegeben, dass ihre Mobile-Payment-App ‚One Pay FX‘ in 19 weiteren Ländern verfüg- und einsetzbar ist. Neben Spanien, Großbritannien und Polen nun auch in den USA und sogar in Ländern wie Chile. Das Besondere: Länderübergreifende Bezahlvorgänge oder Überweisungen gehen nicht nur blitzschnell in wenigen Sekunden, sondern auch kostengünstig. Die dahinterstehende Blockchain-Technologie stammt von Ripple. Das ist bemerkenswert, denn Ripple ist auch eine Kryptowährung. Damit hat die App von Santander aber nichts zu tun. Sie nutzt zwar die gleiche Blockchain-Technologie wie der Coin Ripple, rechnet aber ganz normal in Euro, Dollar und Co. ab.

Auch, aber nicht nur, bedingt durch das erhöhte Volumen im E-Commerce während der Corona-Pandemie kommen Blockchain-basierende Payment-Solutions in Fahrt. Überall auf der Welt wird durch unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Zielen an Blockchain-Lösungen im Finanz- und Paymentbereich gearbeitet. In China ist eine Zentralbank-eigene Kryptowährung schon in der Testphase. Auch in Schweden wird an „offiziellen“ Krypto-Coins der Zentralbank gearbeitet. Die e-Krona soll nicht zur Überwachung der Bürger dienen, sondern als elektronisches Bargeld die Effizienz des Geldsystems erhöhen und eine Alternative zu Kreditkarten bieten. Die schwedische Riksbank würde darüber hinaus auch einen riesigen Berg Bargeld „sparen“, wenn die e-Krona die richtige Krone irgendwann komplett ablöst.

Auch Banken und private Unternehmen arbeiten an Kryptowährungen, die als (Fiat)Geld-Ersatz im Zahlungsverkehr eingesetzt werden können und unisono auf der Blockchain-Technologie basieren. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich die „Libra“, ein Coin entwickelt von facebook. Die EU-Kommission ringt fieberhaft um eine Regulierung solch „privater Währungen“. Offiziell geht es um mögliche Geldwäsche, Terrorfinanzierung und ähnliches. In Wahrheit dürfte die schwindende Kontrolle über „das Geld“ der einzige Ausschlag gebende Punkt sein. Das haben kürzlich auch die Brasilianer erkennen müssen, nachdem die dortige Zentralbank das erst kurz zuvor eingeführte Zahlungssystem „WhatsApp-Pay“ verboten und abgeschaltet hat. In WhatsApp-Pay gab es noch nicht einmal Kryptowährungen, sondern es konnten nur ganz normale Brasilianische Real überwiesen werden. Die Zentralbank hat allerdings hier ein anderes, systemrelevantes Problem erkannt, welches sich schon in den ersten Wochen abzeichnete: Wenn kein Brasilianer mehr Banken für den Zahlungsverkehr nutzt, sondern vorwiegend WhatsApp-Pay, dann wird offensichtlich wie überflüssig Banken eigentlich sind und der Ruf nach deren Abschaffung könnte lauter werden…

(c) Adobe Stock

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Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar.

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